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19.05.2012
Your fortune today:
Heidi has got no foto for you today. Sorry.

Certified Scrum Product Owner

CSPODas Training bei improuv war wertvoll. Natürlich hat man im Vorfeld viel gelesen und in der Arbeit mit Scrum in Projekten versucht, alles in den Griff zu kriegen. Kriegt man aber nicht. Und in der Schulung erfährt man zwei Dinge: 

1. Dass alle anderen dieselben oder noch zusätzlich Probleme haben. 
2. Wie man es evtl. doch in den Griff kriegt.

Der Grund ist einfach und wurde vom Trainer, Christoph Mathis, auf den Punkt gebracht. Scrum ist 5% Wissen und 95% Mindset. Das Auffälligste fand ich: Ich und Gott sei Dank auch andere fragten immer wieder Dinge in der Form: "Darf ich dies oder jenes machen?" Die Antwort hielt einem oft vor Augen: Man soll nachdenken und sich intelligent verhalten. Und dann ausprobieren. Inspect and adapt. Ich halte mich für gewöhnlich nicht für regelhörig, aber dieses Bedürfnis, ein Set an goldenen Regeln zu bekommen, deren Befolgen die Erfolgsgarantie gibt, sitzt tief. Scrum ist kein solches Regelset. Deshalb ist es ein Framework.

Bei TechDivision setzen wir Scrum und Kanban als Agile-Ansätze ein, das ist sehr spannend und zuweilen unterhaltsam. Und es passt gut zu der Entwicklung persönlicher Autonomie und Souveränität, die ich in der Arbeitswelt wünschenswert finde, die man (in DE zumindest, vielleicht überall) aber traditionell oft vermisst.

Scrum-Schulungen sind so obszön teuer (sorry) wie viele andere High-Profile-IT-Trainings, evtl. sogar teurer. Aber die Schulung war lehrreich. Allein, wie hochinteressant wir beim Ball Point Game versagt haben, war herrlich. Auch herrlich fand ich, dass wir für die Zertifizierung zum Certified Scrum Product Owner keine Prüfung machen mussten (so wie die ScrumMaster). Und zwar, weil die Scrum Alliance die Prüfung noch nicht fertig hat. Ein Schelm, wer Fieses dabei denkt.

 

Datum: Sonntag, 12. Februar 2012

Kategorien: Agile